Heißes Spiel bei „Top-Aufsteiger“ Regensburg

18.09.2026 18:00

Zum dritten Auswärtsspiel in Serie zum Start in die neue Saison der 3. Liga wartet auf die HSG Konstanz eine weite Fahrt zum „Top-Aufsteiger“ SG Regensburg, so Trainer Ralf Bader. Anpfiff am Samstag ist bereits um 16 Uhr.

Tempospiel läuft gut

Nach dem schweren Start in Kornwestheim, das im zweiten Heimspiel auch Zweitliga-Absteiger Oppenweiler/Backnang keine Chance ließ und die beeindrucke Siegesserie in eigener Halle weiter ausbaute, zeigte sich die HSG Konstanz in Bittenfeld in weiten Teilen genau so, wie es sich Ralf Bader gewünscht hatte. Mit hoher Intensität und einer aggressiven Abwehrarbeit waren die Gelb-Blauen fast durchgängig in Front – mussten aber trotzdem lange um den Erfolg bangen, weil vorne selbst klarste Chancen zu oft nicht genutzt werden konnten. Für den HSG-Coach dennoch ein gutes Spiel, das die erhofften ersten beiden Punkte einbrachte. „Wir haben viele Chancen kreiert, unser Tempospiel war über weite Strecken gut und hat am Ende auch den Unterschied für den verdienten Sieg ausgemacht“, so der 45-Jährige.

Mit Rückenwind nach Regensburg

Mit diesem Rückenwind möchte die HSG auch in Regensburg dort anknüpfen. Dabei wird sie allerdings eine schwere Aufgabe und ein vollbesetzter Hexenkessel erwarten. Der Drittliga-Neuling reitet nach dem Aufstieg als Meister der Regionalliga Bayern auf einer großen Welle der Euphorie. Mit den ersten beiden Drittligapunkten im Gepäck kommt es nun zur historischen Heimpremiere in der dritthöchsten Spielklasse in der Sporthalle Königswiesen – zugleich das erste Pflichtspiel im neuen Wohnzimmer der selbsternannten Adler. Mit einem 31:27-Erfolg bei Mitaufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd am vergangenen Wochenende wuchs die breite Brust der Adler weiter. „Der Sieg tut gut und ist ein bisschen wie neues Holz, das wir in unserem Ofen nachgelegt haben“, sagte Trainer Benjamin Herth. Der ehemalige Handballprofi kann auf eine sehr erfolgreiche Karriere als Spieler zurückblicken. Der in Biberach geborene ehemalige Rückraumstratege spielte unter anderem für die Bundesligisten Balingen-Weilstetten, TBV Lemgo, Lübbecke sowie Leipzig und wurde 2009 zum deutschen Nationalspieler. Nach drei Jahren als Landestrainer für den Bayerischen Handballverband übernahm der A-Lizenzinhaber im Januar 2024 zusätzlich die Adler aus Regensburg und führte sie erstmals in die 3. Liga. „Mit einer starken Leistung am Optimum ist auch so ein guter Gegner wie Konstanz zu packen“, sagt der Trainer der Oberpfälzer. Dabei kann er auf einen breiten und euphorisierten Kader bauen. Tom Weikl gelangen zuletzt zehn Treffern und steht aktuell bei 20 Saisontoren – fünfbester Wert in der 3. Liga Süd. Dahinter folgen Johannes Simbeck mit 15 und Sebastian Simbeck mit 14 Treffern. Im Tor steht neu Andreas Wieser, der nach seiner Zeit bei den Wölfen Würzburg zunächst beim HSC Kreuzlingen und Genf in der Schweiz anheuerte und seit Sommer für Regensburg aufläuft.

Regensburg „Top-Aufsteiger mit viel individueller Qualität“

Doch auch Konstanz kann mit breiter Brust in Regensburg antreten. „Der erste Sieg hilft uns, den Weg weiterzugehen und“, so Bader, „unbeirrt daran zu glauben, dass das, was wir machen, gut ist.“ Mit einer intensiven Trainingswoche hat sich die HSG auf den heißen Tanz in der rund 150.000 Einwohner zählenden Universitätsstadt vorbereitet. Er warnt: „Ich sehe Regensburg als Top-Aufsteiger mit viel individueller Qualität.“ Insbesondere die Simbeck-Brüder lobt er als „richtig gute Spieler.“ Der ehemalige Bundesligaspieler weiß zudem genau, was seine junge Mannschaft nach der langen Wartezeit für Regensburg vor dem Bezug der neuen Halle bei der historischen Drittliga-Heimpremiere erwarten wird. „Die Bude wird voll sein, darauf müssen wir uns einstellen“, sagt er. Zudem gelte es, die eignen Qualitäten durchzubringen und jene des Gegners erst gar nicht richtig zur Entfaltung kommen zu lassen. Bader ist überzeugt: „Ich denke das wird ein super spannendes Spiel für alle. Ich freue mich da richtig drauf.“ Auf die Herausforderung, die Stimmung, einen heißen Kampf und wie die vielen jungen HSG-Talente unter Druck agieren.

Euphorie und Flow erarbeiten

Angesichts des schweren Auftaktprogrammes stuft der diplomierte Sportwissenschaftler diese Begegnung als Schlüsselspiel ein. „Wenn wir das in Regensburg erfolgreich gestalten und dann in die Heimspiele in der Schänzle-Hölle starten“, erklärt er, „können wir sagen, wir sind richtig in der neuen Runde drin, sind in einem Flow.“ Dabei muss er erneut auf ein Quartett an wichtigen Spielern verzichten. Dass sein Team auch die gewichtigen Ausfälle von Luca Schwormstede, Tim Enninghorst, Jonas Hadlich und Jannik Hohlweg kompensieren kann, zeigte es mit großer Moral und Zusammenhalt in Bittenfeld. Mit einem weiteren Auswärtssieg würde die eigene Euphorie vor dem ersten Heimspiel am 26. September weiter Fahrt aufnehmen.

 

Quelle: PM HSG Konstanz

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