Das Ende einer tollen Serie

12.12.2021 15:38

Das Ende der Erfolgsserie: Nach acht Spielen ohne Niederlage und 12:4 Punkten in Folge verlieren die Eulen am Freitagabend bei Eintracht Hagen 27:29 (14:14).

Nach der Pause führen die Gäste aus Ludwigshafen 16:14 (35.) und 18:16 (38.). Aber sie geben die Führung leichtfertig aus der Hand: Zu viele freie Chancen vertan, leichte Fehler, technische Fehler und kein Mittel gegen Tilman Pröhl, der am Kreis zur spielentscheidenden Größe wird, sieben Treffer verbucht. Dazu kommen drei des Ex-Friesenheimers Alexander Becker vom Kreis. Herausragend Eintracht-Schlussmann Tobias Mahncke mit 17 Paraden. Er meistert auch die Siebenmeter von Max Neuhaus bei 25:21-Führung (52.) und von Marc-Robin Eisel beim Stand von 26:22 (55.). Nach 56 Minuten verkürzt Max Haider dennoch: 26:23. Dann aber Pröhl mit seinem siebten Treffer – 27:23. Die Entscheidung. Eine Minute vor Schluss – Eisel, dann Dietrich – 28:26. Aber nur noch 31 Sekunden. 29:27 – Ende. „Wir haben 21 Fehlwürfe, bekommen zehn Tore über den Kreis, haben die Kreisläufer schlecht verteidigt, haben zu viele ungenügende Abschlüsse und bekommen so Gegenstoß-Tore, vergeben zwei Siebenmeter“, listet Trainer Ceven Klatt Gründe für eine Niederlage auf, obwohl seine Mannschaft „gut aus der Halbzeit gekommen ist“, 16:14 und 18:16 führt. Aber dann …

14:14 zur Pause

Die Eulen spielen ohne Matej Ašanin, Pascal Bührer, Pascal Durak und Jannek Klein. Das ist eine Hypothek! Die Eulen führen wohl nach 40 Sekunden durch Max Neuhaus, aber sieben technische Fehler bis zur Pause erweisen sich als Hemmschuh. Stefan Salger (eins von vier) und Hendrik Wagner (zwei von fünf) tun sich im Abschluss schwer. In der 8. Minute geht Eintracht Hagen durch Valentin Schmidt erstmals in Führung (5:4). Nach Jannik Hofmanns Ausgleich (11.) setzt sich der Aufsteiger ab. Wohl haben die Eulen, allen voran Wagner, Eintracht-Torjäger Philipp Vorlicek unter Kontrolle, dafür aber zaubert Pouya Norouzinezhad, der sechs Tore in Halbzeit eins erzielt. So setzt sich der Aufsteiger auf 13:10 (24.) und 14:11 (25.) ab. Nach 25 Minuten löst Leon Hoblaj den glücklosen Žiga Urbič ab, der nur vier Bälle abwehren kann. Hoblaj hat zweimal Glück: So setzt Pouya beim Stand von 14:11 einen Siebenmeter neben das Tor, einmal rettet der Pfosten. Auf der Gegenseite treffen der eingewechselte Jan Remmlinger und Marc-Robin Eisel - 14:12 und 14:13. Dann der Ausgleich durch Hofmanns fünften Treffer bei sechs Versuchen. 14:14 – daran hat Hoblaj mit zwei Paraden seine Aktie.

Das Verhängnis

Die zweite Halbzeit beginnt aus Eulen-Sicht verheißungsvoll. Erst sorgt Salger für das 15:14, dann setzt Hofmann mit dem 16:14 sein sechstes Ausrufezeichen (35.). Klasse Salgers 17:15 mit einem genialen Rückhandwurf. Als Salger acht Minuten nach dem Seitenwechsel auf 18:16 erhöht, sieht’s gut aus. Und Leon Hoblaj, nominell die Nummer 3 in der Torhüter-Hierarchie der Eulen, macht’s gut in dieser Phase. In der 40. Minute seine fünfte Parade, als er Philipp Vorlicek abblitzen lässt. Der Torjäger macht seinen ersten und einzigen Treffer an diesem Abend in der Krollmann Arena drei Minuten später: 20:18. Belebend die linke Gefahr der Eintracht, Daniel Mestrum. Der Linksaußen trifft dreimal. Klasse das Rückhandzuspiel Eisels, das Max Haider zum Anschlusstreffer nutzt: 20:21 (46.). Nach Kleins 22:20 mobilisiert Ceven Klatt den siebten Feldspieler, ein weiterer technischer Fehler nimmt dem Zug die Wirkung und der überragende Pröhl wuchtet den Ball vom Kreis zum 23:20 ins Netz (48.). Positiv das erneut gute Kreisanspiel Eisels, das Christian Klimek zu nutzen weiß – 21:23 (48.). Dann aber scheitert Hendrik Wagner am Pfosten! Pröhl antwortet - 24:21, dann macht er auch das 25:21 (52.). Die vergebenen Siebenmeter, die Top-Leistung von Tobias Mahncke mit 17 Paraden - Hagen feiert einen Sieg, der auch ganz viel mit dem Torhüter zu tun hat. Addiert bringen es Žiga Urbič, der 36 Minuten spielt und sieben Paraden hat, und Leon Hoblaj mit sechs abgewehrten Bällen, auf 13. „Es waren speziell in der ersten Halbzeit ein paar technische Fehler zu viel, wir haben auch zu viele freie Chancen liegen gelassen, die Abstände in der Abwehr waren zu groß, das hat Hagen am Kreis ausgenutzt“, analysiert Eulen-Kapitän Gunnar Dietrich. Kurz nach Spielende zeigt sich Jannik Hofmann ziemlich ratlos mit dem, was geschehen ist. „Ich sortiere mich noch“, sagt „Hoffe“. Er hat aus acht Abschlüssen sechs Tore gemacht, dann aber auch keine Bälle mehr bekommen. „Wir hatten auf einmal keine Breite mehr im Spiel“, bedauert der Linksaußen. Das 14:14 zur Pause – aus seiner Sicht ein gutes Resultat, dann die Führung, 16:14, 18:16. Entscheidend für die Niederlage aus Hofmanns Sicht zu viele technische Fehler, zu viele vergebene Chancen und die „fehlende Kooperation“, die Pröhl zu sieben Treffern kommen lässt.

 

Quelle: PM Eulen Ludwigshafen

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