HSG Konstanz möchte befreit aufspielen gegen Bittenfeld

06.03.2026 18:00

Die personell weiter dezimierte HSG Konstanz empfängt am Samstag um 20 Uhr zum Business2Service-Heimspieltag die Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart. Befreit aufspielen heißt die Maxime in dieser Situation – und mit der Schänzle-Hölle im Rücken Spaß haben.

Hohe Qualität bei Bittenfeld

Ganz genau so, wie es der nächste Gegner TV Bittenfeld II im Hinspiel vorgemacht hat. Mit Leichtigkeit, Freude, Spaß und völlig ohne Druck schlug die Reserve des Erstligisten TVB Stuttgart die Konstanzer überraschend, aber völlig verdient mit 33:31. Dass die Mannschaft, die aus jungen Talenten und einigen erfahren Recken besteht, über reichlich Potenzial und gute Drittliga-Qualität verfügt, hat sie in dieser Saison schon unter Beweis gestellt und kann mit elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone schon frühzeitig für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen. Einigen Akteuren bescheinigt Ralf Bader sogar mehr. Etwa Linkshänder Luca Mauch, mit 137 Saisontoren bester Feldtorschütze der Liga. Der Rückraumspieler stand auch schon einige Male im Erstliga-Aufgebot. Oder Michael Seiz auf Rechtsaußen (Platz 10 der Liga-Torschützenliste) sowie Maurice Widmaier.

Sieben Feldspieler und vier Torhüter fallen aus

Bei der HSG Konstanz liegt der Fokus jedoch auf den eigenen Baustellen. Und davon gibt es aktuell reichlich. Allen voran die weiterhin extrem angespannte Kadersituation. Wieder werden mindestens sieben Feldspieler ausfallen und vier verletzte Torhüter. So werden erneut die beiden U19-Keeper Jonas Lamprecht und Adrian Lehmann im Tor stehen. Lehmann überragte zwar zuletzt bei den Rhein-Neckar Löwen mit 18 Paraden, „aber solch eine Leistung dürfen wir noch nicht zur Voraussetzung erklären“, nimmt Bader den Druck von Lehmann. Die Abwehr sei gefordert, wieder so gut zusammenzuarbeiten wie zuletzt und ihm damit die nötige Unterstützung zukommen zu lassen.

Handball-Einmaleins

Inzwischen ist auch der Ärger, der sich nach einer vergebenen Sechs-Tore-Führung in den letzten neuen Minuten Bahn brach, etwas verraucht. „Die Mannschaft hat sich in dieser Woche reingehängt und alles versucht. Ich bin gespannt, wie sie mit der Situation umgeht“, so Bader. Mit der personellen Situation, aber auch mit dem Rückfall in alte Zeiten, einem Flashback in überwunden geglaubte Schwächephasen, in denen sich die Gelb-Blauen binnen Minuten selbst um eine zuvor hart erarbeitete, richtig gute Ausgangsposition bringt. Nach der positiven Entwicklung in diesem Jahr eine kleine Delle. Etwas was dem ehrgeizigen Trainer überhaupt nicht gefällt, dem man sich nun aber stellen müsse. Die Spieler sind gefordert, nachdem Klartext gesprochen wurde. „Wenn es beim Gegner unorthodox in der Abwehr wird“, so der ehemalige Erstligaspieler, „muss ich den Ball im Eins-gegen-Eins reinmachen. Oder ich stelle mir den Kreisläufer zurecht und zeige, dass ich besser bin.“ Handball-Einmaleins. Doch die HSG Konstanz zeigte sich in Kronau kopflos.

Individuelle Entwicklung im Fokus

„Diese Situationen gilt es anzunehmen – die werden immer wiederkommen“, weiß Bader und unterstreicht: „Es gibt keine Ausreden.“ Verantwortung übernehmen gehöre dazu. „Zumal es gerade keinen Druck für uns gibt“, so der 45-Jährige. Nach unten ist das Polster groß genug, nach oben dürfte angesichts der zu häufigen Aussetzer in dieser Saison auch nicht mehr viel gehen. So steht vor allem die eigene Entwicklung im Fokus. „Wir wollen gut spielen, Spaß haben und uns weiterentwickeln“, fasst Bader zusammen. Zwar erschweren die vielen Ausfälle ihm die gruppentaktischen Optionen und Entwicklungen, doch im individuellen Bereich forciert er die nächsten Schritte, die dabei helfen sollen, zum Start der neuen Spielzeit von Beginn an voll da zu sein.

„Chance, sich zu zeigen“

„Ich gebe aber nie auf und werde immer alles reinhängen“, verspricht der A-Lizenzinhaber und möchte noch so viele Punkte wie möglich einheimsen.  Mit einer guten Abwehr möchte man sich jene Leichtigkeit erarbeiten, die etwa beim 43:33-Auswärtssieg in Neuhausen für richtig Freude auf den Rängen und dem Spielfeld sorgte. Denn vom Potenzial seiner Mannhaft ist der Trainer nach wie vor überzeugt – das gilt es, gerade in Stresssituationen auch unter Beweis zu stellen. Mit Bittenfeld wartet nach der Löwen-Talentschmiede die nächste unbekümmerte, hochveranlagte Zweitvertretung eines Bundesligisten. „Jeder Spieler hat nun die Chance, sich zu zeigen“, fordert Bader von seinen Schützlingen, sich zu empfehlen. Mit Spaß, Freude und Leichtigkeit. Die Erfolge stellen sich dann von ganz alleine ein.

 

Quelle: PM HSG Konstanz

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