Arbeitssieg beim Weihnachts-Krimi

26.12.2022 9:32

1885 Zuschauer sehen den Weihnachts-Krimi in der Friedrich-Ebert-Halle: Die Eulen Ludwigshafen gewinnen gegen Schlusslicht Wölfe Würzburg 35:32 (19:18). Der Zweitliga-Letzte tritt beileibe nicht wie ein Abstiegskandidat auf, führt zehn Minuten vor dem Ende 30:29. Die Eulen gehen nach Minuspunkten als Tabellenzweiter in die WM-Pause. „Es war kein schöner Handball, aber am Ende haben wir uns kämpferisch durchgesetzt“, frohlockt Lion Zacharias, mit 9/3 bester Werfer der Eulen. Seine tolle Quote mit jetzt 59/14 Saisontoren ist für die Löwen-Leihgabe dabei eher nebensächlich: „Wichtig für mich ist, dass ich der Mannschaft helfen kann!“

 

LOB UND TROST FÜR DIE WÖLFE

„Am Ende wäre auch ein anderes Ergebnis verdient gewesen“, sagt Julian Thomann, der Wölfe-Coach, dessen Mannschaft durch die Roten Karten der beiden starken Kreisläufer Oliver Seidler (36.) und Valentin Naegu (45.) zusätzlich geschwächt wurde. „Sinnbildlich für die Saison“ nannte Eulen-Trainer Michel Abt das Weihnachtsspiel. „Wenn du Scheiße an der Hand hast, dann kippt so ein Spiel noch“, fühlte Abt mit dem unglücklichen Verlierer, der mit Steffen Kaufmann (5), Patrick Schmidt (8/2) und dem Ex-Dansenberger Julius Rose (7), den Linus Geis (2) entlastete, einen Top-Rückraum auf der Platte wusste.

 

EULEN ZUR PAUSE 19:18 IN FÜHRUNG

Bei den Eulen fällt der grippekranke Jan Remmlinger aus. Sebastian Trost, zuletzt wegen einer Fußverletzung außen vor, gehört wieder zum Kader, macht zwei von vier. Das Spiel – eine zähe Angelegenheit aus Eulen-Sicht. Matej Ašanin hat in den ersten 17 Minuten nur zwei Paraden, Žiga Urbič löst ihn ab, pariert vier Würfe. Kurz vor der Pause meistert Urbič einen Kaufmann-Wurf, 20 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit sorgt der umtriebige Pascal Bührer für die knappe Pausenführung (19:18). Insgesamt fünfmal stehen Pfosten und Latte einem Torerfolg der Ludwigshafener im Weg.

WECHSELSPIELE ZWISCHEN DEN PFOSTEN

Der Torwartwechsel tut den Wölfen gut: Nach 15 Minuten löst Andreas Wieser den glücklosen Jonas Maier ab, hält die Würzburger mit zwölf Paraden im Spiel. Großartig der Fußabwehr-Reflex Wiesers in Minute 32 bei Alexander Falks Riesenchance. Falk – fünf von neun – weiß aber dann einen von Pascal Bührer (vier von acht) initiierten Tempogegenstoß zu nutzen: 21:19 (33.). Als Julius Rose in der 41. Minute auf 26:27 verkürzt, wechselt Michel Abt erneut den Torhüter. Matej Ašanin ersetzt Žiga Urbič, der in der 48. Minute noch einmal kommt und beim Stand von 29:29 einen Siebenmeter von Patrick Schmidt meistert. Es ist der achte Siebenmeter, den Urbič in dieser Runde pariert.

UND DANN IST MATEJ AŠANIN DA

Klar ist: Der Abwehrblock der Eulen ist brüchig, ihre Chancenauswertung verbesserungswürdig. Dann aber zeigt Matej Ašanin sein wahre Klasse. Ab Minute 41 hat er sechs Paraden, die beste, die wichtigste, beim Stand von 31:31, als er einen Gegenstoß von Alexander Merk vereitelt. Und es gibt durchaus tolle Elemente im Spiel der Eulen. Großartig der von Stefan Salger initiierte Tempogegenstoß in der 51. Minute, der Ball landet über Marc-Robin Eisel bei Lion Zacharias: 30:30. Stefan Salger – vier von sieben – sorgt für das 31:30 (53.). Er hat einen guten Auftritt, scheitert wohl in der 49. Minute an Wieser, rettet beim Gegenzug aber zur Ecke. Pech, dass er zwei Minuten vor dem Ende mit einem Dreher dem Innenpfosten trifft. Nach dem satten 33:31 von Julius Meyer-Siebert (57.) verkürzt Schmidt nochmals, dann nutzt Lion Zacharias nach Foul an Bührer den Siebenmeter zum 34:32 und trifft 30 Sekunden vor Schluss zum 35:32. Der 19-Jährige macht neun von elf, nutzt drei seiner vier Siebenmeter. Fracksausen kennt Zacharias auch nach einem vergebenen Siebenmeer nicht. „Wir vertrauen uns schon gegenseitig. Hätte ich noch einen zweiten vergeben, hätte ich schon überlegt, dass ein anderer wirft“, sagt Zacharias, happy über seine Spielzeit. „Lion ist ein absolut grandioses Talent“, lobt Kollege Salger den Linksaußen. „Wenn ich spiele, versuche ich der Mannschaft zu helfen“, sagt Salger, der die Tabelle zu diesem Zeitpunkt nur als schöne Momentaufnahme wahrnimmt, seinen Wert im Wechselspiel mit Jannek Klein (drei von drei) demonstriert. Präzise wie ein Uhrwerk – Max Haider, der Kapitän (vier von vier, insgesamt 63 Tore bei 68 Würfen).

 

MICHEL ABT LOBT SEINE JUNGS

„Wir haben phasenweise einen nicht so schönen Handball gespielt, aber gezeigt, dass wir kämpfen können“, attestiert Trainer Michel Abt. „Es war nicht alles perfekt, aber wir haben eine paar goldene Kleckse gesetzt“, betont der Trainer nach dem Arbeitssieg. Abt: „Es waren sehr, sehr gute sechs Monate. Ein ganz großes Kompliment an die Mannschaft!“ Die hat bis 9. Januar 2023 (verdienten) Urlaub!

DANKE, KATHI!!

Kathi Schmied, österreichische Praktikantin der Eulen, wurde vor Spielbeginn überrascht: Die Studentin, die in der Ersten Liga in Österreich Handball spielt, bekam vom Ordnerteam einen LED-beleuchteten Sektkühler in Dubbeglas-Form überreicht. Kathi strahlte und ihre Mama, auf Weihnachtsbesuch in Ludwigshafen, war einmal mehr stolz auf ihre Tochter, die in Ludwigshafen so viele Sympathiepunkte gewonnen hat. Das brachten auch Peter Ackermann und Sandra Heil mitsamt den Haserts zum Ausdruck: Danke, Kathi!!!

Quelle: PM Eulen Ludwigshafen

 

Die Eulen Ludwigshafen Herren

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