Fan-Liebling „Hofmannovic“ sagt dankbar ade

10.06.2022 15:43

„Wenn die Einstellung stimmt, dann wird auch das Ergebnis stimmen!“ Dies die Losung von Trainer Michel Abt vor dem Saisonfinale der Eulen Ludwigshafen beim TV Emsdetten am Samstag (18 Uhr). Die Mannschaft mit dem Ex-Ludwigshafener Frederic Stüber ist Tabellenletzter und steht ebenso wie EHV Aue als Absteiger in die Dritte Liga fest. Das war beim 34:26- Hinspielsieg der Eulen nicht zu erahnen

 

Mit gutem Gefühl in die Pause gehen

„Für mich ist das Spiel ein bisschen auch eine Charakterfrage“, sagt Michel Abt. „Hier war so viel Druck auf dem Kessel, der ist jetzt raus. Es geht darum, dass die Mannschaft mit einem guten Gefühl in die Sommerpause geht“, verdeutlicht der Coach, dass nach dem Erreichen des Minimalziels Klassenverbleib noch einmal eine konzentrierte, engagierte Leistung abgerufen werden muss. Patrick Arndt aus Gommern und Matthes Westphal aus Berlin leiten die Partie in der Ems-Halle. SportDeutschland.TV überträgt live. Für Gunnar Dietrich, Hendrik Wagner, Stefan Job und Jannik Hofmann ist es das letzte Spiel für die Eulen. Das ist’s auch für Yessine Meddeb, der aber verletzt zuschauen muss.

Der 9. Juni 2019 …

9. Juni 2022, 17.45 Uhr: Interviewtermin mit Jannik Hofmann. Thema – sein letztes Spiel im Eulen-Dress am Samstag in Emsdetten. Thema aber auch der 9. Juni 2019 – das verrückteste Spiel in der Karriere des Jannik Hofmann, jenes 31:30 gegen GWD Minden – das „Wunder von Ludwigshafen 2.0“ wurde perfekt durch das „goldene Tor“ von Hofmanns Linksaußen-Pendant „Johnny“ Scholz 28 Sekunden vor Schluss, weil die Abstiegskonkurrenten der Eulen – SG BBM Bietigheim und der VfL Gummersbach - sich 25:25 trennten. Beide stiegen ab, die Eulen blieben drin. Jannik Hofmann war dabei bei diesem modernen Handball-Märchen.

 

Bestnote für den Charakter

Nach vier Jahren endet Jannik Hofmanns Zeit bei den Eulen, seiner großen Handball-Liebe. Er kehrt zurück zur Jugendliebe, seinem Heimatverein TV Hüttenberg. Es war ein schmerzhafter Tag für den heute 27-Jährigen, als ihm im Gespräch mit Lisa Heßler, der Geschäftsführerin, eröffnet wurde, dass sich die Eulen auf der Linksaußenposition neu aufstellen werden: ohne Hofmann! Bei der Verabschiedung Jannik Hofmanns nach dem letzten Heimspiel machte die Managerin deutlich, wie schwer ihr das Gespräch mit dem verdienten Spieler, dem so besonderen Charakter fiel. Gerade auch in diesem schwierigen Gespräch habe sie die den „besonderen Menschen“ erlebt. Eine Lebensweisheit des früheren Eulen-Trainers Ben Matschke hat sich auch Jannik Hofmann zu eigen gemacht: „Es kommt nicht darauf an, wie man kommt, es kommt darauf an, wie man geht …“

 

Es läuft wieder

Hofmann geht – als feiner Sportsmann. Hofmann geht – als Liebling der Fans. Und er verabschiedet sich in Top-Form. Nach eineinhalb Jahren Verletzungspause gab er in dieser Zweitliga-Saison sein Comeback. Schwierige Zeiten. Die Außen verkümmerten nicht selten. Und wenn es über die Flügel ging, dann meist über die rechte Flanke. Hofmanns Spielzeiten – nicht üppig. Viermal in der Amtszeit von Trainer Ceven Klatt saß Hofmann 60 Minuten auf der Bank. In den ersten 30 Spielen der Saison kam er auf 23 Einsätze, erzielte 24 Tore. In den letzten sieben Spielen traf „Hoffe“ 37 mal, 17 mal vom Punkt. Er ist wieder in Form, auf der Zielgeraden der Saison, im „Klassenkampf“, bewies er Klasse und Nervenstärke.

 

Freunde fürs Leben

Die Verabschiedung in der Ebert-Halle nach dem 32:26 gegen Rostock als der Rettungsanker geworfen war – Emotion pur. „Ich hatte einen schönen Abschied von den Fans“, sagt der Linksaußen dankbar. „Hofmannovic“ und die Fans – das war, das ist eine ganz besondere Beziehung. „Jetzt möchte ich meinen Abschied von der Mannschaft. Hoffentlich mit einem schönen Auswärtsspiel in Emsdetten, nach dem alle unverletzt in den Bus einsteigen“, sinniert der 27-Jährige. Die letzten Tage im Eulen-Nest sind besondere. „Ich genieße jedes Training, bleibe lange in der Halle. Natürlich kommt Wehmut auf. Es war eine unfassbar gute und intensive Zeit. Zu intensiv gehören auch Höhen und Tiefen. Ich verbinde unheimlich viel mit dieser Mannschaft, den Spielern, den Fans, dem Verein“, sagt Hofmann. „Ich habe hier Freunde fürs Leben gefunden. Ich bin sicher, dass diese Freundschaften bestand haben werden“, betont Hofmann.

Ende Dezember kommt das Baby

Hofmann verabschiedet sich stilvoll, in sehr guter Form und Verfassung, mental stark. Einen letzten Sieg will er in Emsdetten helfen einzutüten. „Ich freue mich auf alles was kommt. Wir gehen zurück in unsere Heimat, da sind unsere Familien, ich komme zu einem super Zweitligisten, das ist eine gute Mannschaft mit einem guten Trainer, die Mannschaft hat eine gute Saison gespielt“, betont Hofmann. Sein vielleicht bester Freund ist dann aber nicht mehr da: Dominik Mappes, der beste Spielmacher der Zweiten Liga, wechselt zum VfL Gummersbach. „Dominik ist absolut ein Mann für die Bundesliga“, schwärmt Hofmann. Ende des Jahres wird er zum ersten Mal Vater – die Vorfreude bei Jannik und seiner Frau Melanie ist riesengroß.

Dankbar fürs Comeback

Jannik Hofmann, der angehende Grundschul-Lehrer, der gute Laune vorzuleben weiß, geht in Dankbarkeit für vier besondere Jahre. Dankbar ist er dem lieben Gott aber auch dafür, „dass ich überhaupt wieder Handball spielen kann“. Er war Ende 2019 gerade erst so richtig angekommen bei den Eulen, die Formkurve zeigte steil nach oben. Dann ist es passiert: Anfang Januar 2020 erwischte es „Hoffe“ im Trainingsspiel ganz böse. Die Diagnose - brutal: Vorderes und hinteres Kreuzband gerissen. Außenband gerissen. Fraktur am Schienbeinköpfchen. Hofmann kam zurück …

 

Quelle: PM Eulen Ludwigshafen

Die Eulen Ludwigshafen Herren

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