„In der Summe einen Tick besser“

29.05.2023 10:56

Die offene Rechnung aus dem Hinspiel konnte nicht beglichen werden. Die Eulen Ludwigshafen haben das vorletzte Heimspiel der laufenden Saison am Samstagabend gegen die HSG Nordhorn-Lingen 29:32 (14:14) verloren. 1621 Zuschauer sahen die Partie, darunter auch die 60 Fußballer aus dem Lager von Olympia Rheinzabern und dem FC Insheim. Deren Gönner Toni Hübner, Eulen-Dauerkarteninhaber, hatte die Spieler schon beim Spiel gegen Coburg eingeladen. Ihr Support war wieder vortrefflich …

 

Haider, Klein und Grupe fehlen

Ohne Drei starten die Eulen ins Heimspiel gegen Nordhorn. Torhüter Mats Grupe ist krank und nicht im Kader. Kapitän Max Haider ist infolge seiner beim Spiel in Essen erlittenen Gehirnerschütterung noch nicht wieder einsatzfähig. Für Torjäger Jannek Klein ist die Saison bereits beendet. Der Linkshänder hat sich im letzten Heimspiel gegen HC Empor Rostock eine Kreuzbandzerrung zugezogen.

14:14 zur Pause

Zur Halbzeit heißt es 14:14. Vier Sekunden vor Ertönen der Pausensirene erzielt Max Neuhaus das 14:14. Die Eulen sind gut ins Spiel gekommen. 1:0 durch Tim Schaller nach Rückhandzuspiel von Pascal Bührer, 2:0 Schaller vom Siebenmeterstrich. Zwischen der 9. Minute und 11. Minute setzen sich die Eulen auf 7:4 ab. Klasse der siebte Eulen-Treffer von Kasper Manfeldt Hansen nach Top-Zuspiel Bührers. Lucas Firnhaber aber bringt den Gast, dem Georg Pöhle, Julius Ranftl und weiterhin Ex-Eule Alexander Feld fehlen, wieder ins Spiel. Firnhaber macht 5 von 5. Auch die Rote Karte gegen Nebojna Simovic nach Foul an Stefan Salger (4 von 7) in der 23. Minute zeigt keine Wirkung. Das liegt auch daran, dass der schlecht gestartete Hinspiel-Held Bart Ravensbergen sich steigert, vier Paraden hat. Zweimal trifft Hansen (3 von 5) nur die Torlatte. Stark der treffsichere HSG-Rechtsaußen Samuel Lindberg.

Auf einmal ist Urbič da

Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen in einem kampfbetonten Spiel. Nordhorn agiert mit harter Hand und führt nach 42 Minuten nach einem Rückhandtreffer von Kreisläufer Dominik Kalafut 23:22. Die Eulen bleiben aber im Spiel, weil sie auf einmal auch Paraden haben: Žiga Urbič, der nach 23 Minuten für Matej Ašanin das Tor räumt, ist nach 40 Minuten zurück. In der 43. Minute vereitelt Urbič einen Tempogegenstoß Seidels und klärt zwei Minuten später erneut bei einer Chance Seidels. Wohl scheitert Jan Remmlinger danach an Ravensbergen, der nach Göppingen wechseln wird, aber Hansen tankt sich durch und verkürzt: 23:24. Und wieder ist Urbič da, pariert Marschalls Wurf (47.). Nach dem 24:25 Anschlusstreffer von Alexander Falk ist Urbič erneut auf dem Posten, pariert gegen Kalafut. Die Chance zum Ausgleich vergibt Sebastian Trost (5 von 10), der an Ravensbergen scheitert. „Ich habe nur versucht, meiner Mannschaft zu helfen“, sagt Urbič am Ende enttäuscht ob der Heimniederlage.

Treffsicherer Schaller

Belebend beim Gast: Tarek Marschall, der vier Bälle im Netz versenkt. Pech: Pascal Bührer trifft beim Stand von 24:27 in der 52. Minute nur die Latte. Nach Stefan Salgers 25:27 versuchen sich die Eulen mit einer 5:1-Deckung, Jan Remmlinger agiert vorgezogen. Sicher vom Punkt: Tim Schaller, der alle vier Siebenmeter verwandelt. In der Summe macht der Linksaußen bei acht Würfen sieben Tore. Er sorgt fünf Minuten vor Schluss für den 27:29-Anschluss, dann aber trifft der starke Falk (5 von 6) nur den Pfosten. Hoffnung weckt der spielfreudige Ideengeber Bührer: 28:29 (58.). Die Hoffnung trübt Marschall ein: 28:30. Dann scheitert Remmlinger, der 80 Sekunden vor dem Ende für das 29:30 sorgt. Marschall antwortet: 29:31. Dann Rot für den achtmal erfolgreichen Kalafut, dessen rüde Gangart die Zuschauer erbost. Seidel setzt den Schlusspunkt: 29:32.

Der Abschied naht

„Wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht, haben beim Stand von 22:23 zu viele Chancen vergeben“, bilanziert Pascal Bührer (3 von 4), der mit seinen Pässen viel für die Eulen-Offensive hat. Es war das vorletzte Heimspiel des Regisseurs, der sich nach sechs Jahren am 7. Juni von den Eulen verabschieden wird und zu seinem Heimatverein SG Köndringen/Teningen zurückkehren wird. Der nahende Abschied weckt nun zunehmend Wehmut, gesteht Bührer. Das Wort „letztmals“ ist gegenwärtig – und da wird es der Nummer 24 schwer ums Herz. „Die Eulen sind und waren Teil meines Lebens“, sagt Bührer, der als angehender Lehrer seine berufliche Zukunft in seiner Heimat sieht. Am 7. Juni nach dem letzten Saisonspiel gegen Dessau wird der Spielmacher verabschiedet.

Grenzwertige Härte

„Sehr glücklich“ zeigte sich Nordhorns Trainer Daniel Kubes nach dem Auswärtssieg. „Beide Mannschaften haben viel investiert. Es war sehr emotional. Ich fand es hervorragend, wie wir gefightet haben“, lobte Kubes. „In der Summe war Nordhorn einen Tick besser“, räumte Eulen-Coach Michel Abt ein, der aber auch die harte, bisweilen überharte Gangart der Gäste deutlich ansprach. „Meine Jungs sind dahin gegangen, wo es weh tut. Es hat einige Male zu oft weh getan …“, sagte Abt und sah die Spielweise der Nordhorner „an der Grenze“ dessen, was fairen Handball ausmacht.

„Alles aufsaugen“

Beim Spieler-Talk im Hallen-Foyer wurde Žiga Urbič mit Sprechchören gefeiert, als Hallensprecher Thomas Stüber die Vertragsverlängerung des slowenischen Torhüters ansprach. „Ich danke für die Unterstützung“, sagte Urbič und unterstrich seine Motivation: „Ich werde alles machen, dass ich besser werde.“ Der neue Torwart-Trainer Patrick Jahnke wird’s gerne hören. Wie Bührer erlebte auch Max Neuhaus sein vorletztes Heimspiel. Nach vier Jahren im Eulen-Dress zackert der Traktor künftig für Tusem Essen. „Die letzten zwei Spiele werde ich genießen und alles aufsaugen“, erklärte der Publikumsliebling.

Quelle:

 PM Eulen Ludwigshafen

Die Eulen Ludwigshafen Herren

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