Vitor Baricelli kann Traineramt nicht mehr ausführen

22.12.2025 8:54

Vitor Baricelli kann aus persönlichen Gründen sein Traineramt bei der HSG Konstanz auf unbestimmte Zeit nicht mehr ausüben. Die HSG bedauert dies sehr und wird zeitnah einen neuen Trainer präsentieren.

Mit 25 Jahren aus Brasilien gekommen

Geschäftsführer André Melchert bedauert dies und betont, dass insbesondere die letzte Saison dem jungen Trainer nicht gerecht wird. 2021 war er mit 25 Jahren aus Brasilen zur HSG gekommen, hatte nach dem Aufstieg in einer Jahr für Jahr stärker werdenden 2. Handball-Bundesliga „im ersten halben Jahr keinen Kader, der mithalten konnte“, so Melchert. Wie schwer es für die Aufsteiger aus der 3. Liga auch aufgrund der Aufstiegsrunde und des späten Zeitpunktes eines feststehenden Aufstiegs ist, zu dem kaum mehr bezahlbare Verstärkungen auf dem Markt sind, zeigt auch die aktuelle Saison. Der letztjährige souveräne Süd-Meister Oppenweiler/Backnang gelang noch kein Sieg und steht mit 2:30 Punkten am Tabellenende, der zweite Aufsteiger aus Krefeld mit 6:26 Zählern auf dem zweiten Abstiegsrang.

Sextett an Spielern aus der U21 in die erste Mannschaft entwickelt

So weiß der Manager die Arbeit seines Trainers differenzierter zu beurteilen und sagt: „Vitor hat eine sehr gute Arbeit geleistet und sich als Trainer und Mensch enorm entwickelt.“ Das gilt auch für seine Schützlinge. In die Bewertung des HSG-Chefs fließen insbesondere die Entwicklungen der vielen jungen Spieler ein, die er vor der Übernahme des Cheftrainer-Postens als Trainer der U21 selbst entscheidend vorangetrieben hat. Jonas Hadlich, Konstantin Pauli, Jan Stotten, Sven Iberl, Tim Enninghorst und Noah Frensel zählen schon fest zum Aufgebot beziehungsweise konnten in der ersten Mannschaft überzeugen. Ein Sextett, an dem die HSG in Zukunft noch viel Freude haben wird.

„Ich habe hier meinen Traum gelebt“

Mit 25 in ein fremdes Land weit weg von seiner Heimat gekommen, „hat er uns als Verein mit neuen Impulsen sehr weitergebracht. Dafür gebührt ihm ein großer Dank“, unterstreicht Melchert. Mit 29 Jahren hat der EHF-Mastercoach bereits viel erlebt. Die Trainer-Ausbildung bis zur höchsten Stufe des EHF-Mastercoaches, eine Handball-WM als Team-Analyst der Nationalmannschaft Brasiliens, den Aufstieg in die 2. Bundesliga zusammen mit Jörg Lützelberger und zuletzt eineinhalb Jahre als Cheftrainer. „Es ging alles so schnell in meinem Leben“, sagt Baricelli. „Es war bislang eine unglaubliche Zeit hier in Konstanz“ fügt er an, „in der ich viel gelernt habe. Es freut mich sehr, dass viele meiner Spieler der U21 so erfolgreich in der ersten Mannschaft sind.“ Das Wichtigste für den jungen Mann aus São Paulo sind jedoch die Menschen und Kontakte. „Die sind sehr wertvoll für mich“, sagt er. Gute Menschen habe er hier kennen gelernt, die sehr wichtig in seinem Leben sind. Spieler, Verantwortliche, Fans und Helfer – die HSG ist fest in seinem Herzen. Baricelli: „Durch sie bin ich ein besserer Trainer und Mensch geworden. Ich habe hier meinen Traum gelebt. Damit bin ich noch nicht fertig.“ Die entstandene Lücke wird die HSG mit einem neuen Trainer besetzen. Dieser soll zeitnah vorgestellt werden.

 

Quelle: PM HSG Konstanz

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