Saarlouis: Paetow bleibt und beerbt Dado Grgic

18.05.2021 10:58
Tom Paetow steigt weiter für die HG Saarlouis zum Torwurf hoch. Foto: HG Saarlois

Einen Wechsel auf der Position des Jugendkoordinators, mit der zugleich die Vertragsverlängerung mit einem Topspieler einhergeht, vermeldeten die Verantwortlichen des Drittligisten HSG Saarlouis. Dado Grgic, der bisher hauptamtlicher Jugendkoordinator bei den Saarländern war, übernimmt zur kommenden Saison das Traineramt beim luxemburgischen Meister HB Esch. Dies sei „eine einmalige Gelegenheit und eine neue sportliche Herausforderung“, so Dado Grgic, der in der HSG-Mitteilung hinzufügte, dass er in Esch die erfolgreiche Arbeit von Andre Gulbicki (ebenfalls ehemals Coach in Saarlouis) fortführen wolle.

 

Nachfolger von Dado Grgic als hauptamtlicher Jugendkoordinator wird Tom Paetow, der zugleich seinen Vertrag als Spieler des Drittliga-Teams bis zum 30. Juni 2023 verlängerte. Dies vermeldete Mathias Ecker, Sportlicher Leiter der HGS. Nicht nur die ersten Saisonspiele im Herbst 2020, sondern vor allem auch die letzten beiden Partien der DHB-Pokal-Qualifikationsrunde in Gensungen und gegen Kirchzell hätten „gezeigt, wie wichtig Paetow für das Team ist“, hieß es in der Mitteilung, in der die HGS-Offiziellen präzisierten: „Es ist ein großes Anliegen des Vereins und des Trainers Philipp Kessler gewesen, diesen Spieler langfristig an den Handballstandort Saarlouis zu binden.“ Zukünftig soll der 26-Jährige – wie bereits in den letzten Spielen aufgezeigt – Verantwortung in der Spielsteuerung übernehmen und Akteure wie Marko Grgic, Marcel Becker oder auch Neuzugang Adel Rastoder in Szene setzen und auch weiter seine starken Abschlüsse einbringen.

 

„Paetow wurde in unserem Nachwuchsleistungsbereich perfekt ausgebildet und ist ein sehr spielintelligenter sowie technisch starker Handballer. In der Ligapokal-Runde übernimmt er mehr und mehr die Rolle, die ihm in der kommenden Saison zugedacht ist. Wir versprechen uns vor allem eine gewisse Konstanz und Balance im HGS-Angriffsspiel. Paetow ist einer unserer Führungsspieler, auf die wir uns verlassen müssen“, erklärte Ecker in der Mitteilung.

 

Auch abseits des Spielfeldes übernimmt Paetow zukünftig noch mehr Verantwortung: Im Zuge einer weiteren Professionalisierung der Strukturen im Nachwuchsleistungsbereich wird er hauptamtlicher Jugendkoordinator sowie Trainer der U19 und U23. „Viele weitere Talente sollen Marko Grgic, Konrad Wagner und Elyas Noh folgen“, so das klare Ziel von Paetow, der ab dem 1. Juli den bis dato so erfolgreichen Nachwuchsbereich der HGS leiten und weiterentwickeln soll.

 

Auch Ecker legt größten Wert auf den Nachwuchsbereich und insbesondere die Anschlussförderung. „Für mich sind Bob Hanning und seine Ausbildungs-Philosophie bei den Füchsen Berlin das Maß aller Dinge: Niemand hat in diesem Bereich so viel Kompetenz wie er; an seinen Strukturen möchten wir uns in Saarlouis so gut es geht orientieren. Diesen klaren Auftrag hat Paetow und ich bin überzeugt, dass er die richtige Person für diese Aufgabe ist: Der Nachwuchs ist unsere Zukunft! Paetow selbst ist ein Kind der HGS und kann diesen Weg daher authentisch vorleben und vermitteln.“ Konkret sollen die besten Talente eines Jahrgangs stets in den höchsten Ligen des jeweils älteren Jahrgangs zum Einsatz kommen. Gleichzeitig sollen die Spieler mit gezieltem individuellem Training im handballerischen und athletischen Bereich an das Drittliga-Team herangeführt werden und dort möglichst frühzeitig Einsatzzeiten erhalten. Dies wird bereits sehr erfolgreich mit den Talenten Grgic, Wagner und Noh im Drittliga-Team, aber auch mit Tim Härtig, Joshua Reiz, Nico Becker oder gar Oskar Czertowicz, die bereits in den Trainingsbetrieb des Drittliga-Teams integriert sind, praktiziert. Weiterhin soll in der neuen Saison durch den neuen Jugendkoordinator wieder Schritt für Schritt ein Vormittagstraining etabliert werden, um den Spielern der ersten Mannschaft und den Anschlusskaderspielern einen höheren Trainingsumfang zu ermöglichen.

 

Paetow hat als U19-Bundesliga-Trainer und U23-Saarlandliga-Trainer einen großen Einfluss auf die Anschlussförderung und kann hier die Talente in enger Absprache mit Philipp Kessler fördern und entwickeln. Auch Kessler als Coach der Ersten Herren freut sich auf die Zusammenarbeit mit Paetow: „Er hat in den letzten Jahren schon sehr gute Arbeit im Nachwuchsbereich geleistet und sich die Chance verdient, diesen Bereich nun zu leiten. Eine gute Anschlussförderung ist sehr umfassend und Paetow kann hier mit seiner Arbeit für die Talente neue Reize setzen.“

 

An Dado Grgic, der das Nachwuchskonzept in den letzten Jahren nicht nur durch die Ausbildung von Spielern wie Lars Weissgerber oder Michael Schulz sehr erfolgreich initiiert und umgesetzt hat, richtete Ecker abschließend warme Worte: „Wir sind Dado Grgic unglaublich dankbar für die großartige Arbeit, die er hier geleistet hat. Dado Grgic ist und bleibt immer einer von uns; er ist nicht aus der Welt und ich bin mir sehr sicher, dass er uns weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Er wird die Entwicklung seiner ausgebildeten Nachwuchsspieler intensiv verfolgen.“

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