HSVH: Dominik Vogt legt Handball-Pause ein

02.08.2021 22:00
Zu Boden befördert wurde Dominik Vogt immer wieder durch Verletzungspech. Foto: Imago Images / Noah Wedel

Zugegeben, nicht in Hamburg, wohl aber vor den Toren der Freien und Hansestadt Hamburg, nämlich im Kreis Pinneberg, begann Dominik Vogt mit dem Handballspielen. Im Sommer 2012 wechselte der Kreisläufer von der HSG Pinnau, die eine Spielgemeinschaft der Handball-Abteilungen der Vereine TSV Prisdorf und VfL Pinneberg ist, in die Jugend des HSV Hamburg, wo er 2017 in die Erste Männer-Mannschaft hochgezogen wurde. Doch damit ist es jetzt vorbei: Die HSVH-Verantwortlichen gaben bekannt, dass Vogts Vertrag nicht verlängert wird.

 

Der bisherige Kontrakt des 23-Jährigen war mit dem Ende der Saison 2020/2021 am 30. Juli ausgelaufen „und wurde nach langen Gesprächen nicht verlängert“, wie es in einer Mitteilung des Bundesliga-Aufsteigers hieß. Dort präzisierten die HSVH-Verantwortlichen: „Mehrere Verletzungen hinderten Vogt daran, seine vielversprechende Entwicklung aus den Vorjahren

in der vergangenen Saison weiter fortzusetzen.“ Vogt hatte vor allem in der Serie 2018/2019, als die Hanseaten als Zweitliga-Neuling den Klassenerhalt schafften, als Abwehr-Hüne mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und daraufhin einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag erhalten.

 

Nach zwei durchwachseneren Spielzeiten, in denen Vogt verletzungs- und krankheitsbedingt nur 15 Einsätze (2019/2020) beziehungsweise 18 Partien (2020/2021) absolvieren konnte, entschlossen sich die HSVH-Offiziellen nun, ihrem Kapitän Niklas Weller einen neuen und erstligaerfahrenen Positionspartner an die Seite zu stellen. Auch, wenn HSVH-Trainer Jansen große Stücke auf den 1,99 Meter großen Abwehrmann hält, habe sich die

sportliche Leitung mit der Verpflichtung von Manuel Späth „für eine Neubesetzung am Kreis und gegen einen neuen Vertrag für Vogt entschieden“, war der Mitteilung zu entnehmen.

 

In seiner Zeit in der HSV-Jugend absolvierte Vogt zwei Spiele für die Jugend-Nationalmannschaft. Im Frühjahr 2017 nahm Jansen den Kreisläufer aus der von ihm betreuten A-Jugend mit hoch zu den Herren, als er dort das Traineramt von Jens Häusler übernahm. Gleich im ersten Spiel erhielt der damals 19-Jährige Einsatzzeiten und wechselte nach dem Ende seiner Jugend-Zeit als festes Mitglied in den Herren-Kader. Insgesamt stand Vogt mittlerweile 86 Mal im HSVH-Trikot auf der Platte und erzielte dabei 56 Tore. Bekannt für seine robuste und konsequente Spielweise, führte er in der Saison 2018/2019 die mannschaftsinterne „Sünder-Rangliste“ mit 26 Zeitstrafen an, war aber auch eine verlässliche Größe in der HSVH-Deckung und absolvierte in der besagten Serie 30 von 36 Spielen.

 

„Wir danken Vogt ganz herzlich für alles, was er für unseren Verein geleistet hat. Er ist wirklich ein feiner Kerl und hatte großen Anteil daran, dass wir in die Zweiten Liga aufgestiegen sind, dass wir drin geblieben sind und dass wir nun den Aufstieg in die Erste Liga schaffen konnten. Leider hat er immer wieder Rückschläge erlitten, so dass er nicht konstant seine beste Leistung abrufen konnte und nicht regelmäßig zeigen konnte, wie gut er gerade in der Abwehr ist“, erklärte HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke in der Mitteilung.

 

Darin wurde Vogt selbst, der mehrere Angebote anderer Vereine ausschlug, wie folgt zitiert: „Ich habe mich entschieden, erst einmal kein Handball mehr zu spielen, weil ich zuletzt ein wenig die Freude daran verloren habe“. Vielleicht gewinnt er sie ja im Kreis Pinneberg bei der HSG Pinnau, deren Männer in der Hamburg-Liga antreten, zurück?

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