Lizenz für alle Erst- und Zweitligisten

20.04.2021 23:09

Am Dienstag gaben die Verantwortlichen der Handball-Bundesliga auf ihrer Internet-Seite bekannt, dass die Lizenzierungskommission allen Erst- und Zweitligisten die Lizenz für die kommende Saison Spielzeit 2021/2022 erteilt hat. „Diese Entscheidung steht unter dem Vorbehalt der jeweiligen sportlichen Qualifikation“, hieß es in der Mitteilung.

 

Der einzige Verein, der nachbessern muss, ist der Zweitligist Wilhelmshavener HV: Die Niedersachsen hätten die Lizenz „nur unter der Bedingung erhalten, dass die derzeit bestehende Liquiditätslücke bis spätestens zum 12. Mai 2021 geschlossen wird“, hieß es in einer Mitteilung, in der die HBL-Offiziellen präzisierten: „Dies muss der Lizenzierungskommission nachgewiesen werden. Wird die Bedingung nicht innerhalb der gesetzten Frist erfüllt, gilt die Lizenz als nicht erteilt.“

 

Auf der Internet-Seite der Wilhelmshavener hieß es dazu ebenfalls am Dienstag: „Wir müssen bis zum 12. Mai eine von der HBL ermittelte Dokumentationslücke im Etat der Saison 2021/2022 durch schriftliche Zusagen von Sponsoren schließen. Wir sind mit dem heutigen Stand optimistisch, die Bedingung der HBL innerhalb der gesetzten Frist zu erfüllen. Wir möchten uns im Rahmen der Bekanntgabe bei unseren Sponsoren für die bereits im Vorfeld getätigten Zusagen bedanken und sind optimistisch die Klasse auch wirtschaftlich halten zu können.“

 

Olaf Rittmeier, Mitglied der Lizenzierungskommission, wurde in de HBL-Mitteilung wie folgt zitiert: „Das Lizenzierungsverfahren für die Saison 2021/2022 fällt trotz sehr angespannter Lage aufgrund mehrerer Faktoren positiv aus. Es ist den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Klubs gelungen, über einen längeren Zeitraum laufende Kosten, auch durch Gehaltsverzichte der Spieler, erheblich zu senken. Positiv wirkt sich aus, dass die Sponsoren in dieser wirtschaftlich schwierigen Lage den Klubs weitestgehend verbunden bleiben – sicher auch, weil es gelungen ist, den Spielbetrieb der Ligen bis dato aufrechtzuerhalten und so auch die TV-Präsenz mit sehr guter Reichweite zu sichern. Auch die Corona-Hilfen von Bund, Land und Kommunen tragen zur Existenzsicherung bei.“

 

Mattes Rogowski, Leiter Sport und Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH, ergänzte ebenfalls in der Mitteilung: „Nach über einem Jahr Corona-Pandemie zahlt es sich aus, dass die Klubs in den vorherigen Jahren solide gewirtschaftet haben und sukzessive negatives Eigenkapital abgebaut haben. Auch wenn das rettende Ufer noch ein ganzes Stück entfernt liegt, ist die Erteilung der Lizenzen nach intensiver Prüfung – wenn auch teils unter Auflagen – sehr erfreulich.“

 

Der unabhängigen Lizenzierungskommission des HBL e. V. gehören neben dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier (Richter am Arbeitsgericht Minden) auch Olaf Rittmeier (Steuerberater) und Frank Bohmann als Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH an. Unterstützt wird die Kommission durch Mattes Rogowski, den Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH.

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